Diabetes - Süße Ursachen Diabetes - Süße Ursachen
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Diabetes - Süße Ursachen

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Süße Ursachen, bittere Folgen


Diabetes mellitus ist zu einer Volkskrankheit geworden. Sechs bis acht Millionen zuckerkranke Menschen gibt es hierzulande – Tendenz steigend.


Diabetes mellitus zeigt sich anfangs durch starken Durst, Müdigkeit, vermehrtes Wasserlassen und Juckreiz.
Je früher die Erkrankung festgestellt wird, umso besser lässt sie sich beeinflussen. Deshalb die Empfehlung: Ab dem 40. Lebensjahr sollte man auch ohne Krankheitszeichen regelmäßig die Blutzuckerwerte kontrollieren lassen – besonders dann, wenn man familiär vorbelastet ist.

Wie entsteht Diabetes? Für die Energiegewinnung benötigt der Körper Insulin. Dieser Stoff wird in der Bauchspeicheldrüse produziert. Er bewirkt die Aufnahme von Zucker in die Fett-, Leber- und Muskelzellen. Dadurch wird der Blutzuckerspiegel reguliert. Wird zu wenig oder kein Insulin produziert, steigt der Blutzuckerspiegel. Man unterscheidet zwei Verlaufsformen: beim Diabetes Typ 1 zerstören körpereigene Antikörper die Zellen in der Bauchspeicheldrüse, in denen das Insulin produziert wird. Beim Typ 2 produziert die Bauchspeicheldrüse immer weniger und schließlich gar kein Insulin mehr. Etwa 90% aller Diabetiker haben Diabetes Typ 2.
    
Diabetes mellitus wird nicht allein durch den Verzehr von Zucker ausgelöst. Jedoch führen zu viele Kalorien durch Zucker und vor allem durch Fett zu Übergewicht. Fettleibige Menschen haben ein 30mal höheres Risiko an Diabetes zu erkranken. Deshalb: Fette Wurst- und Käsesorten möglichst meiden, Fleischgerichte nur in Maßen genießen und pflanzliche Fette verwenden. Kohlenhydrate ja- aber die richtigen! Zum Beispiel: Vollkornprodukte, Kartoffeln, Hülsenfrüchte. Täglich Rohkost, Salat, Gemüse, Obst. Besser sechs kleine Mahlzeiten, damit keine zu großen Blutzuckerschwankungen auftreten.

Vorsicht bei speziellen Diätprodukten: Sie enthalten zwar kaum Zucker, dafür aber häufig mehr Fett. Eine Tafel Diabetesschokolade liefert nahezu die gleiche Menge Kalorien wie eine normale Tafel Schokolade, ist aber wesentlich teurer. Schokolade mit hohem Kakaogehalt (über 70%) enthält dagegen sehr wenig Zucker. Alkoholhaltige Getränke sind in Maßen erlaubt. Alkohol senkt den Blutzuckerspiegel bis zu 24 Stunden.

Diabetes Typ 2 wird immer als erstes mit einer Änderung des Lebensstils behandelt. Durch Bewegung und Sport reagiert der Körper sensibler auf Insulin und verbessert die Zuckerverwertung. Deshalb ist Bewegung ein unbedingtes Muss in der Behandlung der Zuckerkrankheit. Z.B. Treppen statt Fahrstuhl, dreimal wöchentlich eine halbe Stunde spazieren gehen, Ausdauertraining wie Wandern, Walken, Schwimmen, Joggen, Ballspielen und Gymnastik. Wichtig ist die Regelmäßigkeit. Reichen diese Bewegungsmaßnahmen nicht aus, werden zunächst Tabletten gegeben und erst als letzte Maßnahme Insulin gespritzt.

Weil die Zuckerkrankheit so gut behandelbar ist, schränkt sie die Lebensqualität kaum ein. Gefährlich sind jedoch die Spätfolgen wenn nichts dagegen unternommen wird: Diabetes schädigt kleine und große Blutgefäße. Die Durchblutungsstörungen können überall auftreten, z.B. an den Augen, Nieren, Nerven, in den Füßen oder im Gehirn. Je früher es zum Diabetes kommt, desto höher ist das Risiko, an den Spätfolgen zu erkranken.

Diabetes mellitus muss nicht sein. Die beste Vorbeugung gegen die Zuckerkrankheit ist Bewegung. Schon dreimal wöchentlich eine halbe Stunde stramm spazieren, senkt das Diabetesrisiko enorm.